Warum manche Pflanzen Minusgrade brauchen, bevor sie keimen
Vielleicht hast du es schon beobachtet:
Manche Samen keimen einfach nicht – egal wie viel man gießt oder wie warm es ist. Erst nach einem Winter, nach Frost und Kälte, beginnen sie plötzlich zu wachsen. Das ist kein Zufall, sondern ein genialer Schutzmechanismus der Pflanzen.

❄️ Keimen zur richtigen Zeit – ein Überlebensvorteil
In der Natur wäre es fatal, wenn Samen im Herbst oder bei einem kurzen Wärmeeinbruch im Winter keimen würden. Junge Keimlinge würden den nächsten Frost nicht überleben. Deshalb haben viele Pflanzen eine eingebaute Keimhemmung.
Sie sorgt dafür, dass der Samen erst dann austreibt, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind – und dazu gehören bei manchen Arten auch Minusgrade.
🌱 Was passiert im Samen bei Frost?
Während der Kältephase laufen im Samen langsame, aber entscheidende Prozesse ab:
-
Keimhemmstoffe werden abgebaut
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die Samenschale wird durch Frost und Feuchtigkeit durchlässiger
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Enzyme werden aktiviert
Erst danach ist der Samen bereit zu keimen. Dieser Vorgang wird Kältebehandlung oder Stratifikation genannt.
🌱 10 Wildpflanzen die Kälte für die Keimung benötigen als Beispiele:
- Bärlauch (Allium ursinum)
- Waldmeister (Galium odoratum)
- Schlüsselblume (Primula veris / elatior)
- Leberblümchen (Hepatica nobilis)
- Eisenhut (Aconitum napellus)
- Küchenschelle / Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris)
- Enzian-Arten (Gentiana spp.)
- Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
- Beinwell (Symphytum officinale)
- Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis)
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