Kräuterwanderung im wiener Schutzgebiet - Penzing / Wien Hütteldorf (02.05.2026)
Unterwegs im Wienerwald – Naturraum & Besonderheiten
Wenn ich mit einer Gruppe zur Kräuterwanderung aufbreche, geht es für mich nie nur um Pflanzenwissen – sondern immer auch um den Ort selbst. Dieses Mal waren wir wieder im Landschaftsschutzgebiet Penzing unterwegs, einem Gebiet, das auf den ersten Blick "einfach Wald" zu sein scheint – und doch so viel mehr ist.
Mit rund 1.914 Hektar zählt dieser Teil des Wienerwaldes zu den bedeutenden Naturräumen im Westen Wiens. Besonders spannend ist hier die Vielfalt an Waldgesellschaften, die sich weitgehend natürlich entwickeln dürfen.
Das Landschaftsschutzgebiet Penzing setzt sich aus zwei Bereichen zusammen: dem Wienerwald (Teil A) und der Wienerwaldrandzone (Teil B). Insgesamt umfasst das Gebiet etwa 1.977 Hektar.
Hier treffen ursprüngliche Natur, alte Nutzungsformen und ein Raum für Erholung aufeinander. Denn das Ziel eines Landschaftsschutzgebietes ist nicht nur der Schutz der Natur selbst, sondern auch die Bewahrung der Landschaft in ihrer Eigenart – als gesunder Lebensraum für Mensch und Tier und als Ort, an dem wir zur Ruhe kommen können.
Wer tiefer in die Schutzgebiete Wiens eintauchen möchte, findet hier eine Übersicht mit Karte:
👉 https://www.wien.gv.at/pdf/ma22/naturschutz-ueberblick.pdf
Und genau hier – zwischen alten Bäumen, feuchten Waldbereichen und den wilden Frühlingskräutern – haben wir uns gemeinsam auf die Suche nach essbaren und giftigen Pflanzen gemacht.
Vielen Dank an alle Teilnehmer! Es war ein wunderbarer Kurstag mit euch!
Wildpflanzen im Fokus beim Kräuterseminar
Wir haben uns viele Wildpflanzen genauer angesehen und besprochen – unter anderem:
- Löwenzahn & Gänseblümchen
- Spitzwegerich, Breitwegerich & Mittelwegerich
- Bärlauch, Maiglöckchen & Herbstzeitlose
- Brennnessel
- Knoblauchsrauke
- Walderdbeere, Himbeere & Brombeere
- Rotbuche, Hainbuche & Eiche
- Gundermann, Kriechender Günsel
- Klettenlabkraut
- Fichte
- Rossminze
- Spitzahorn, Feldahorn
- Wiesenbocksbart
- Efeu
- Zwiebelzahnwurz
- Scharbockskraut
- Wilde Möhre
- Schafgarbe
Lernen in der Natur – Spiele, Austausch & praktische Fragen
Neben dem Sammeln und Bestimmen der Pflanzen war mir auch diesmal wieder wichtig, das Wissen wirklich greifbar zu machen. Deshalb haben wir zwischendurch immer wieder kleine Lernspiele eingebaut – gerade so bleibt vieles leichter im Gedächtnis und macht einfach mehr Freude.
Dabei sind ganz unterschiedliche Fragen und Themen aus der Gruppe entstanden, die wir gemeinsam aufgegriffen haben. Es ging zum Beispiel darum, wie man Wildpflanzen ganz praktisch in den Alltag integrieren kann – etwa beim Fermentieren von Sauerkraut oder bei der richtigen Verarbeitung und Reinigung von Kräutern.
Auch Sicherheit war ein großes Thema: Wie kann man Giftpflanzen wirklich zuverlässig erkennen? Was ist beim Fuchsbandwurm zu beachten? Und können pflanzliche Giftstoffe eigentlich auch über die Haut aufgenommen werden? Gerade diese Fragen zeigen, wie wichtig ein fundiertes Grundverständnis ist – und wie viel Unsicherheit oft noch besteht.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem sicheren Bestimmen von Pflanzen. Wir haben uns angeschaut, worauf es bei Bestimmungsbüchern ankommt, wie man sie sinnvoll nutzt und warum es so wichtig ist, nicht nur einzelne Merkmale, sondern ganze Pflanzenfamilien zu verstehen – wie zum Beispiel die Doldenblütengewächse.
Und natürlich ging es auch immer wieder darum, wie man dieses Wissen weitergeben kann – besonders an Kinder. Denn die Natur wird erst dann wirklich lebendig, wenn man sie spielerisch entdecken darf
🌿 Lust bekommen?
Wenn du selbst lernen möchtest, Wildpflanzen sicher zu erkennen und zu nutzen, begleite mich gerne bei einer der nächsten Kräuterwanderungen.
Du möchtest auch zu Hause tiefer in die Welt der Wildpflanzen eintauchen? In meinen Büchern findest du weiteres Wissen, Inspiration und viele praktische Anregungen.
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